
Unter dem Motto „Funkenflug“ schließen sich die Gemeinden des Kirchenkreises Simmern-Trarbach zu einer besonderen Projektwoche zusammen. In der Zeit vom 15.-22. Oktober 2026 finden die unterschiedlichsten Veranstaltungen, Gottesdienste und Aktionen statt. Dazu sind alle eingeladen! Es ist ein bisschen, wie ein Kirchentag im Kleinen – auf einen größeren Raum verteilt. Das genaue Programm mit Beschreibungen und den exakten Terminen finden Sie auf der Homepage des Kirchenkreises (simmern-trarbach.ekir.de). Suchen Sie sich das heraus, was sie interessiert, oder was sie schon gerne einmal ausprobieren / kennenlernen wollten.
Der Auftakt zur Projektwoche findet am 15. Oktober ab 18:30 Uhr in der evangelischen Kirche in Kastellaun statt. In diesem Rahmen werden die verschiedenen Aktionen vorgestellt und es gibt Gelegenheit, die Verantwortlichen direkt zu befragen.
Nutzen Sie dieses Chance, die wunderbare Vielfalt innerhalb des Kirchenkreises kennenzulernen.
WERK – WINKEL 20.10.26 – 17 Uhr – Ev. Kirche Trarbach
Aktion in der Projektwoche „Funkenflug“
Werk-Winkel bedeutet, die Kirchengemeinde Mosel-Hunsrück lädt ein auf besondere Weise kreativ zu werden.
Hatten Sie vielleicht schon einmal den Wunsch, einen Kirchenraum umzugestalten?
Haben Sie Lust mit anderen zu entdecken, wie man einen ganz bekannten Text mit Licht, Farben, Bildern, Steinen und allen möglichen Materialien darstellen kann?
Dann sollten Sie unbedingt am Dienstag 20.10.2026 um 17 Uhr in die evangelische Kirche Trarbach kommen.
Mit denen, die den Weg auf den Berg finden, werden wir uns den Aussagen des „Vater Unser“ widmen. Es gilt, diese Aussagen darzustellen, sodass die Kirche zum begehbaren Gebet wird.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Pfr.in Büker-Benedens (06541-8184181)

Geöffnet ist täglich 10:00 -12:00 Uhr und 16:00 – 18:00 Uhr
Außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Ausstellung kontaktieren Sie
Frau Reichert (Küsterin) Tel.: 06541/ 81 11 55
Was bleibt – diese beiden Worte stehen in der künstlerischen Arbeit von Alexandra Schmiedebach schon seit einigen Jahren zentral. Sie tauchen ohne Satzzeichen in Ausstellungstiteln auf und können daher Frage sein, aber auch Aussage, eine Überzeugung.
Menschenleere Gegenden sind regelmäßig Thema in Zeichnungen, Aquarellen und Stickereien. Natur, die einfach „ist“, ohne dass Menschen sie bevölkern oder Einfluss nehmen; Landschaft, die ohne unser Zutun existiert. Sicherlich eine romantische Vorstellung in Zeiten des Klimawandels und des allgegenwärtigen Mikroplastiks, das sich in den entlegensten Winkeln der Erde und den Bäuchen scheuer Tiefseebewohner findet, in Zeiten extremer Wetterphänomene, die Lebensräume stets unbewohnbarer werden lassen.
In dieser kleinen Ausstellung im Chorraum der Peterskirche nehmen uns großformatige Textilarbeiten mit auf die Reise in Wüstenlandschaften und ins Eismeer. Was auf den ersten Blick ein Kontinent oder eine Inselgruppe zu sein scheint, ist vielleicht doch ein flechtenbewachsener Stein. Affen und Eisbären tummeln sich zwischen Sonnenstrahlen im tiefen Wasser. Ist es eine dramatische Szene höchster Not, in der einer dem anderen zur Hilfe eilt? Oder ist es ein friedliches Spiel zweier ungleicher Freunde, die sich in einem für beide nicht alltäglichen Element getroffen haben?
Die Welt konnte dem Zugriff des Menschen nicht entkommen und nicht alles wird unserem Einfluss standhalten. Jedoch wird der Planet uns überdauern: nichts ist statisch, alles ist in Bewegung. Eisberge kalben, Erosion verändert Bergrücken, Erdbeben reißen neue Furchen, Lava lässt neues Land entstehen.
Der Chorraum der Ev. Peterskirche zu Traben ist ein außergewöhnlicher Ort für eine Kunstausstellung. In Zeiten, wo das Chaos zu regieren scheint, findet sich hier vielleicht ein Rückzugsort, an dem man sich sicher fühlen, Kraft schöpfen, aber vielleicht auch in Ruhe zweifeln kann.
Alexandra Schmiedebach (Traben-Trarbach, 1973): Studium der Druckgrafik und der Freien Kunst an der Muthesius Hochschule Kiel und der Rietveld Academie Amsterdam.
14 Jahre Stadtleben in Amsterdam, Wanderjahre im Südlichen Afrika, ein Weiler im Allgäu, ein Dorf in der Vulkaneifel und eine Kleinstadt an der Mosel.
